Kontaktlinsen – Sehen ohne Brille

Besonders jüngere Menschen tragen zur Korrektur einer Fehlsichtigkeit gerne Kontaktlinsen. Interessant sind die Linsen aber grundsätzlich für jedermann – ohne Alterseinschränkung.

  • Kontaktlinsen: mehr als eine Alternative zur Brille
  • Kontaktlinsen bieten eine klare Rundumsicht und engen das Blickfeld nicht ein.
  • Kontaktlinsen stören und beschlagen nicht. Sie sind unsichtbar und verändern das Gesicht nicht.
  • Manche Augenveränderungen können nur mit Kontaktlinsen optimal korrigiert werden.
  • Bestimmte Berufe, Sportarten oder Freizeit­aktivitäten können besser mit ­Kontaktlinsen ausgeübt werden.

 

Kontaktlinsen ja, aber...

Das menschliche Auge ist ein empfindliches ­Sinnesorgan. Geschützt wird es durch die Hornhaut und einen Tränenfilm, der das Auge ­geschmeidig hält und gleichzeitig Bakterien ­abwehrt. Die Kontakt­linsen schwimmen als kleine ­Kunststoffschalen in der Tränenflüssigkeit vor dem Auge. Sie sind damit in ein kompliziertes und ­empfindliches Gleichgewicht eingebettet. Da die Tränenflüssigkeit normalerweise frei von Fremdkörpern ist, können die Kontaktlinsen die natürliche Balance des Auges negativ beeinflussen. Nur eine ideal angepasste Linse kann zu einem Teil dieses hochsensiblen Systems werden.

Anpassung, Einweisung und regelmäßige Kontrolle

Wer sich für Kontaktlinsen entscheidet, ­sollte ­unbedingt ärztlichen Rat einholen. Ohne ­vorherige ärztliche Untersuchung kann das Tragen von Kontaktlinsen zu irreparablen Augenschäden führen.

  • Wir besprechen nach der Erstuntersuchung mit Ihnen, welche Kontaktlinsenart für Sie persönlich am besten geeignet ist.
  • Wir weisen Sie in die richtige Handhabung, in das Einsetzen und Herausnehmen sowie in die notwendige Pflege und Hygiene ein.
  • Sie erhalten von uns Hinweise über die Eingewöhnung und Tragedauer. Selten treten Probleme auf – aber auch dann sind wir für Sie da.

 

Haben Sie schon Kontaktlinsen, dann sollten Sie sie 24 bis 48 Stunden vor einer Anpassung oder vor einer anderen Augenglasbestimmung nicht mehr tragen. Nur so können etwaige ­Schwellungen der ­Hornhaut und die daraus resultierenden ­Messfehler ausgeschlossen werden. Wenn möglich bringen Sie Ihre getragenen Kontaktlinsen-Werte mit (z. B. alte Blister).

Hart oder weich?

Bei der augenärztlichen Untersuchung und ­Beratung wird auf die Harmonie zwischen Kontaktlinse und Auge geachtet, um die geeignete Linsenart gemeinsam mit dem Patienten auszuwählen. Man unterscheidet generell zwischen zwei ­verschiedene Arten von Kontaktlinsen: Vor allem bei den flüssigkeitshaltigen ­(„weichen“) Linsen gibt es eine große Vielfalt mit den ­unter­schiedlichsten Eigenschaften. Sie sind in der Regel von Beginn an angenehm zu tragen und brauchen nur geringe Eingewöhnung. Längerfristig sind in vielen Fällen die ­wesentlich kleineren, ­form­stabilen („harten“) Linsen ­vorzuziehen. ­Unregel­mäßigkeiten der Hornhaut und ­komplizierte ­Brechungsfehler lassen sich so besser ­ausgleichen – sie brauchen jedoch eine etwas längere Eingewöhnungszeit.

 

Die individuelle Betreuung und Auswahl der Kontaktlinsen sind für gutes Sehen und ­richtiges, gesundes Tragen notwendig. Das gilt für alle Linsenarten! Wir warnen deshalb bei einem so sensiblen medizinischen Produkt vor unseriösen Lockangeboten und empfehlen die Anpassung und regelmäßige Kontrolle durch den Augenarzt.

 

Kontaktlinsen können mehr Lebensqualität bedeuten.

 

Denken Sie daran: Falsche oder defekte Kontaktlinsen, falsche Anwendung oder ­insbesondere ­falsche Pflege können ­Komplikationen und Augen­erkrankungen verursachen bzw. verschlimmern.

 

Verlassen Sie sich auf den Rat eines Fachmanns ­ und tragen Sie Kontaktlinsen nur unter ­augenärztlicher Aufsicht: Wir beraten Sie gerne!

 

Die Kontaktlinsenanpassung gehört nicht zum Leistungsumfang der gesetzlichen Krankenkassen. Wir berechnen sie daher als Selbstzahlerleistung nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).

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