Kindersehschule

Augenärzte fordern: Jedes Kind sollte spätestens im Alter von 2 Jahren augenärztlich untersucht werden.

Warum?

Kinder lernen sehen, wie sie alles lernen: durch ständiges Üben. Dieses Seh-Training beginnt vom ersten „Augenblick“ an. Der Zeitraum für diesen Lernprozess ist aber begrenzt und ­Versäumnisse lassen sich nur innerhalb der ersten Lebensjahre nachholen. Nur wenn beide Augen ein ­gleichermaßen scharfes Bild liefern, kann sich das beidäugige Sehen voll entwickeln. In den ersten Lebenswochen kann ein Kind seine Augen noch nicht koordinieren. Beobachten Sie zu diesem Zeitpunkt Fehlstellungen, ist das noch kein Grund zur Beunruhigung. Wenn ein Auge jedoch ständig von der Richtung abweicht, sollten Sie keine Zeit verlieren und schon beim geringsten Verdacht, dass mit den Augen ihres Kindes etwas nicht stimmt, einen Augenarzt zu Rate ziehen. Durch eine rechtzeitige Diagnosestellung und konsequente Behandlung z. B. mit einer Brille ­spätestens im zweiten oder dritten ­Lebensjahr ­können nicht mehr wiedergutzumachende ­Einbußen der Sehfähigkeit vermieden werden. Dies kann für den späteren Lebensweg, ­insbesondere bei der Berufswahl, von großer ­Bedeutung sein.

Sind Sie wirklich sicher, dass Ihr Kind gut sieht?

Auch wenn alles in Ordnung scheint, können ­Babys und Kleinkinder fehlsichtig sein. Mäßige und auch hohe Sehfehler führen nicht ­unbedingt zu auffälligem Verhalten im Alltag. Leider ­können auch die Vorsorgeuntersuchungen beim ­Kinderarzt meistens keinen Aufschluss über Sehschwächen geben, da dort die fachlichen ­Untersuchungsmöglichkeiten fehlen.

Schielen ist nicht nur ein Schönheitsfehler!

In Deutschland schielen rund zwei Millionen Menschen. Sie leiden aber nicht nur unter der äußerlich sichtbaren Abweichung der Augen, noch belastender wirken die damit verbundenen Sehstörungen.

Damit wir den Raum um uns richtig wahrnehmen können, müssen beide Augen in dieselbe Richtung schauen.

Schielen hat verhängnisvolle Folgen:

Das Kind lernt nicht richtig beidäugig und ­dreidimensional zu sehen. Das schielende Auge ist nicht mehr aktiv und wird nach einiger Zeit sehschwach.

Das muss aber nicht so sein! Auch hier gilt: je früher behandelt wird, desto höher der Erfolg. In unserer Sehschule behandeln unsere ­erfahrenen und freundlichen ­Orthoptistinnen Schielstellungen und Sehschwächen der ­Augen. Das Wort Orthoptist kommt aus dem ­Griechischem und setzt sich aus „ortho(s)“ = gerade, richtig und „opsis“ = sehen ­zusammen.

Frau Pelzl, Frau Reinhold und Frau Schulz erkennen, verhüten und behandeln Schielstellungen und Sehschwächen der Augen.

Mit dem Kind beim Augenarzt

Im Rahmen einer augenärztlichen ­Untersuchung werden ein altersgerechter Sehtest ­durchgeführt, die Augen schmerzlos auf eventuelle Fehl­sichtigkeiten überprüft und die verschiedenen Augenabschnitte auf eventuelle Krankheiten oder Fehlbildungen untersucht. Sollte das Kind eine Brille benötigen, ist das für die Eltern oft schlimmer als für das Kind selbst. Rund 30 % aller Kinder brauchen eine Brille und haben meist keine Probleme damit. Im ­Gegenteil, viele empfinden ihre Brille als Zeichen des ­Erwachsenwerdens und auch moderne Helden wie Harry Potter sind Brillenträger.

 

Kinderbrillen sind Sehhilfen und Therapie ­zugleich, darum wird ihre Wirkung von uns regelmäßig überprüft. Nehmen Sie deshalb bitte die Untersuchungstermine wahr, und wenden Sie sich sofort an uns, wenn Probleme oder Fragen auftauchen.

Außerdem:

Lassen Sie die Geschwister eines ­fehlsichtigen Kindes ebenfalls untersuchen, denn nicht ­selten treten bei ihnen gleiche oder ähnliche ­Augenfehler auf.

 

Für gutes Sehen – von Anfang an!

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